Vorstandssitzung 2025: Geschäftliches und Persönliches
08.09.2025Dieses Jahr tagte der LSO-Vorstand in Feldbrunnen: Er genehmigte alle Anträge der Geschäftsleitung zuhanden der Delegiertenversammlung. Persönlich wurde es bei der Verabschiedung von fünf Vorstandsmitgliedern sowie des ehemaligen LSO-Präsidenten.
Im Gedenken
LSO-Präsidentin a.i. Cristina Mattiello eröffnete die Sitzung mit einer traurigen Nachricht: Hannes Lehmann, langjähriger Fraktionspräsident des Zyklus 3 und Mitglied der Geschäftsleitung, ist im August im Alter von nur 58 Jahren viel zu früh verstorben. Mit seiner engagierten Art hat er den LSO nachhaltig geprägt. Er wird allen, die ihn kannten, als lebensfroher, kritischer und sanftmütiger Mensch sowie guter Freund in Erinnerung bleiben.
Finanzen: Leichtes Minus
Die Traktandenliste war umfangreich. Nach zahlreichen Mitteilungen aus der Geschäftsleitung präsentierte LSO-Geschäftsführerin Sylvia Sollberger die von den Revisoren genehmigte Rechnung, die mit einem Verlust von 8'879 Franken abschloss. Hauptgrund dafür sind die höheren Kosten für den neuen Auftritt mit Webseite und gesamtem CI/CD, die das Budget überschritten haben. Der Vorstand genehmigte die Rechnung 2024/25 sowie das Budget 2025/26 zuhanden der DV. Auch dem Antrag der Geschäftsleitung, die Mitgliederbeiträge für 2025/26 unverändert zu lassen, wurde zugestimmt.
Umfangreiches Geschäftsprogramm
Cristina Mattiello stellte das umfassende Geschäftsprogramm 2025/26 vor. Ein Schwerpunkt liegt auf Anstellung und Besoldung. Dazu gehört die Kündigung des GAV, die Klärung des weiteren Vorgehens sowie die Begleitung politischer Prozesse, die Mitarbeit in der GAVKO und die Einforderung der Spesenregelung.
Weitere zentrale Themen sind Massnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Berufs, die Arbeitsgruppe 100%-Pensum für Kindergartenlehrpersonen, Aus- und Weiterbildung, Digitalisierung in der Schule, politische Geschäfte sowie die Weiterentwicklung der Sekundarstufe I. Verbandsintern steht die Neubesetzung des Präsidiums im Fokus.
Der Vorstand genehmigte das Geschäftsprogramm einstimmig zuhanden der DV, die im November final darüber entscheidet.
GAV, Kommunikation und Vize-Präsidium
Sylvia Sollberger blickte auf die Entwicklungen nach der einseitigen Kündigung des GAV durch den Regierungsrat zurück (Siehe dazu auch Beitrag Angestelltentag). Die Konsternation ist nach wie vor gross. Bisher steht einzig fest, dass eine 15-köpfige Spezialkommission des Kantonsrats Vorschläge für ein neues Personalrecht erarbeiten wird. Der aktuelle GAV bleibt bis zum Inkrafttreten des neuen Personalrechts gültig, und auch die GAVKO wird weiterhin tagen.
Das neue Kommunikationskonzept wurde vorgestellt und ebenfalls vom Vorstand zuhanden der DV genehmigt. Es soll die interne und externe Kommunikation strukturieren sowie Botschaften und Verantwortlichkeiten klar definieren.
Zudem wurde Thomas Rüeger, Fraktionspräsident des Zyklus 3 und Mitglied der Geschäftsleitung, einstimmig zum LSO-Vizepräsidenten gewählt.
Feierliche Verabschiedungen
Im zweiten Teil verabschiedete und ehrte Cristina Mattiello fünf Vorstandsmitglieder: Aus dem Zyklus 1 Melanie Howald und Bettina Marty, die beide in die Schulleitung wechseln, sowie Nicole Roth, die nach vielen Jahren aus Vorstand und Fraktionskommission zurücktritt und beide Gremien mit ihrem breiten Wissen und wertvollen Inputs bereichert hat. Ebenfalls verabschiedet wurden Nathalie Favre (VLS) und Laura Hadorn (SoWV), die nach engagierter Mitarbeit den Vorstand verlassen.
Zu guter Letzt wurde auch der ehemalige LSO-Präsident Mathias Stricker im Vorstand offiziell verabschiedet. Cristina würdigte ihn und sein Schaffen, indem sie die wichtigsten Stationen und Meilensteine seit seiner Wahl in den Vorstand im Jahr 2002 Revue passieren liess. Eine lange Zeit, in der Mathias den LSO massgebend geprägt hat – sowohl geschäftlich als auch menschlich. Mathias betonte, dass ihm die Arbeit im LSO stets eine Herzensangelegenheit gewesen sei.
Im Namen des gesamten Vorstands dankte Cristina allen scheidenden Vorstandsmitgliedern – insbesondere auch Mathias – innigst für ihr grosses Engagement. Nach einem herzlichen Applaus wurde beim anschliessenden Apéro und Abendessen im Restaurant Pintli auf die gute Zusammenarbeit angestossen und bis spät in den Abend über Vergangenes und Zukünftiges diskutiert.
Beitrag von Regula Portillo